PAPIRNIKS PAPIERTHEATER


FRAU LUNA

Operette von Paul Lincke

Fassung für Papiertheater

Spieldauer: ca. 35 Minuten

 

Erster Akt

Der Berliner Mechaniker Fritz Steppke hat sich einen Expressballon gebaut, um zusammen mit seinem Freund Pannecke den Mann im Mond zu besuchen. Frau Pusebach, Steppkes Vermieterin und Verlobte von Pannecke ist strikt gegen dieses Unternehmen, da sie schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat, die plötzlich einfach verschwinden. Damit es ihr nicht noch einmal so ergeht wie mit einem gewissen Theophil, verbietet sie Pannecke mitzufliegen. Mariechen, Steppkes Freundin und Frau Pusebachs Nichte, hält auch nichts von der Idee, zum Mond zu fliegen. Auch Steppkes Überzeugungsversuche, dass er einmal ganz groß rauskommt und sie dadurch ein besseres Leben haben wird, können sie nicht umstimmen. Sie meint, auf der Erde sei genug Platz für ihrer beider Glück und fordert von Fritz das Versprechen ein, seine kühnen Ideen künftig zu unterlassen. Fritz und Pannecke sind schwer enttäuscht von der Reaktion ihrer Frauen, nachdem sie soviel Arbeit in den Ballon investiert haben. In einem unbeobachteten Moment starten sie und machen sich auf die Reise zum Mond. Frau Pusebach und Marie entdecken den Start zwar im letzten Augenblick, doch zu spät, der Ballon ist schon zu weit weg, um ihn aufzuhalten.

Zweiter Akt

Als Steppke und Pannecke mit ihrem Expressballon wohlbehalten auf dem Mond gelandet sind, wundern sie sich zunächst darüber, wie es dort oben aussieht. Gleich entdecken sie sogar eine Person, die sie für den Mann im Mond halten. Doch dieser stellt sich vor als Mondgardist mit Namen Theophil und entpuppt sich als das verunglückte Liebesabenteuer von Frau Pusebach. Stella, Theophils Freundin, zeigt den beiden Erdenbürgern die Gegebenheiten auf dem Mond. Zum „Mann im Mond“, nach dem Steppke und Pannecke gefragt haben, wolle man später kommen. Prinz Sternschnuppe erscheint und teilt Theophil mit, dass er entschlossen ist, ein weiteres Mal um Frau Lunas Hand anzuhalten. Theophil bestärkt ihn in dieser Absicht und entfernt sich, als er Frau Luna nahen sieht. Doch das Gespräch zwischen Frau Luna und Prinz Sternschnuppe nimmt nicht den erhofften Verlauf, da Frau Luna sich nicht ernsthaft binden will. Als Steppke, Pannecke und Stella zurückkommen, erkennen sie, dass hier nicht ein „Mann“ im Mond regiert, sondern eine sehr attraktive Frau den ganzen Laden schmeißt. Obendrein fordert Frau Luna die beiden noch auf, sich auf dem Mond so gut es geht zu amüsieren. Sie kann es nicht verleugnen, dass ihr Steppke in seiner jugendlich naiven Art besonders gefällt. Das wiederum beobachtet Prinz Sternschnuppe, der zusammen mit Theophil, von Eifersucht geplagt, den Plan ausheckt, Frau Pusebach und Marie auf den Mond zu zaubern, um ihren Männern eine Freude zu machen und ihre Frauen wieder für sich zu haben. Diese Rechnung geht auf: Am Schluss sind alle Pärchen glücklich vereint und auch Frau Luna gibt ihrem Prinz Sternschnuppe endlich das lang ersehnte Jawort, bevor der Morgen graut und die vier Berliner wieder in ihrem Expressballon zur Erde zurückkehren.